Den passenden Trainingsanbieter finden
Den passenden Trainingsanbieter finden
5 Tipps vom Profi
Entscheiderinnen und Entscheider in Unternehmen stehen häufig vor der Frage: Welchen Anbieter wählen wir für unser (digitales) Trainingsprojekt? Das Angebot ist groß, die Versprechen sind ähnlich und die Entscheidung ist nicht immer einfach. Die folgenden Fragen helfen dabei, genauer hinzuschauen und herauszufinden, ob Sie wirklich zusammenpassen.
1. Versteht der Anbieter, worum es uns geht?
Natürlich sollte sich ein Anbieter im Erstgespräch vorstellen – aber dann vor allem nachhaken, zuhören und mitdenken. Achten Sie also darauf, was Ihr Gegenüber von Ihnen wissen möchte. Werden nur oberflächlich Themen und Formate abgefragt oder geht es auch um den Kontext Ihres Projekts, um Ihre Unternehmenskultur und Ihre aktuellen Herausforderungen?
Wenn der Anbieter Ihre Situation durchdringt und Ihren Bedarf in eigenen Worten treffend zusammenfasst, kann er später passgenau liefern. Manchmal bedeutet das jedoch, dass zunächst mehr Fragen entstehen als Antworten – und der Anbieter offen kommuniziert, dass er noch nicht handlungsfähig ist, weil zum Beispiel ein klares Lernziel fehlt. Das fühlt sich vielleicht wie ein Umweg an, ist aber ein deutliches Qualitätsmerkmal: Hier wird nicht blind drauflosgearbeitet, sondern mitgedacht.
2. Wie wird der Transfer in den Arbeitsalltag sichergestellt?
Inhalte vermittelt bekommen ist das eine, sie im Alltag anwenden können das andere – diese Erfahrung haben wir alle schon einmal in einem Lernprozess gemacht. Fragen Sie deshalb gezielt nach der didaktischen Konzeption: Welche Elemente sorgen dafür, dass das Gelernte hängen bleibt und tatsächlich umgesetzt wird? Gibt es ein durchdachtes Storytelling, Reflexionsphasen, Praxisübungen und Follow-ups? Und woran lässt sich später konkret erkennen, ob das Training erfolgreich war? Gute Anbieter bereiten nicht nur Inhalte ansprechend auf, sondern liefern langfristige Wirkung, indem sie von den Lernenden aus denken.
3. Was macht das Angebot individuell?
Standardlösungen sparen Zeit und Geld, treffen aber nicht immer den Bedarf. Klären Sie gleich zu Beginn, wie stark das Training auf Ihr Unternehmen zugeschnitten werden kann und soll. Bedeutet Individualisierung, dass lediglich Ihr Logo eingesetzt wird, oder können Ihre Arbeitsumgebung , Ihr Team , sogar Ihre internen Running Gags eingebunden werden, um für einen Überraschungseffekt und mehr Spaß am Lernen zu sorgen?
Lassen Sie sich außerdem zeigen, welche Lösungen der Anbieter für unterschiedliche Zielgruppen und Lernvoraussetzungen parat hat – Stichwort adaptives Lernen. Individualität zeigt sich im Detail!
4. Wie sieht die Zusammenarbeit aus?
Ein Training ist mehr als ein fertiges Produkt – es ist ein gemeinsamer Prozess. Achten Sie darauf, wie strukturiert und transparent die Zusammenarbeit gestaltet ist: Gibt es klare Abstimmungen, definierte Verantwortlichkeiten und nachvollziehbare To-do’s auf beiden Seiten?
Genauso wichtig ist die Flexibilität des Anbieters im Umgang mit Veränderungen und seine Bereitschaft, Herausforderungen frühzeitig anzusprechen. Denken Sie auch an die Zeit nach der Fertigstellung des Trainings: Welche Unterstützung erhalten Sie während der Implementierung, wie laufen Aktualisierungen und Weiterentwicklungen ab?
5. Welches Gefühl habe ich nach dem ersten Kontakt?
Neben allen fachlichen Kriterien zählt auch die persönliche Ebene. Passt die Haltung des Anbieters zu Ihrem Unternehmen? Wie spricht er über Lernen, Menschen und Entwicklung? Entscheidend ist, ob Sie sich verstanden und ernst genommen fühlen – und ob Vertrauen entsteht. Dieses Gefühl ist in der Regel ein verlässlicher Indikator für die spätere Zusammenarbeit. Dann können Sie überzeugt sagen „It’s a match!“ und gemeinsam in die Erarbeitung Ihres Trainingsprojekts gehen. Wir wünschen Ihnen viel Spaß und Erfolg!
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